26.02.2026

Die Kreislaufwirtschaft ist längst mehr als ein kurzfristiger Trend – sie entwickelt sich zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor für Unternehmen und die Wirtschaft insgesamt.
Eine Studie der Berner Fachhochschule aus dem Jahr 2024 zeigt, dass erst rund 10 % der Schweizer Unternehmen die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft stark umgesetzt haben. Gleichzeitig hat jedoch bereits jedes vierte Unternehmen entsprechende Prinzipien strategisch verankert. Dies ist ein klares Zeichen, dass sich die Wirtschaft in die richtige Richtung bewegt.
Besonders weit fortgeschritten sind Branchen wie die Telekommunikation und die Medizintechnik. In Bereichen wie dem Baugewerbe und dem Dienstleistungssektor besteht dagegen noch grosses Potenzial. Zudem zeigen sich deutliche Unterschiede je nach Region und Unternehmensgrösse.
Die Transformation hin zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft hat begonnen – jetzt geht es darum, Tempo aufzunehmen.
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Quelle: Berner Fachhochschule (BFH), Statusbericht der Schweizer Kreislaufwirtschaft 2024
Das Ziel der Kreislaufwirtschaft ist es, Ressourcen möglichst lange im Umlauf zu halten. Dazu werden Produkte langlebiger gestaltet, repariert, wiederverwendet oder recycelt. So werden Abfälle reduziert und Rohstoffe effizient genutzt.
Steigende Rohstoffpreise, regulatorische Anforderungen und Nachhaltigkeitsziele motivieren Unternehmen, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Gleichzeitig stärkt die Kreislaufwirtschaft die Wettbewerbsfähigkeit, Innovationskraft und Resilienz von Unternehmen.
Ein erster Schritt ist die Analyse der Materialflüsse und Geschäftsprozesse. Im Anschluss werden Massnahmen wie Design für Wiederverwendung, Rücknahmesysteme, Reparaturangebote oder zirkuläre Geschäftsmodelle ergriffen.
Nur wenn Unternehmen jeder Grösse aktiv werden, gelingt die Transformation. Frühe Schritte ermöglichen Wettbewerbsvorteile, Kosteneinsparungen und eine bessere Vorbereitung auf zukünftige Markt- und Regulierungsanforderungen.